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Corporate Influencer ohne Fremdscham. Posts, die nach Menschen klingen.

14. Okt.
4 Min. Lesezeit

Ihr Unternehmen bittet Mitarbeitende, auf LinkedIn zu posten. Manche erstarren, andere kopieren die Pressemitteilung. Ein Corporate Influencer überzeugt nur, wenn er nach sich selbst klingt.

Kurzantwort: Ein Corporate Influencer ist eine mitarbeitende Person, die mit Unterstützung des Unternehmens in sozialen Netzwerken, meist auf LinkedIn, über ihre Arbeit und ihr Fachwissen postet. Damit es nicht peinlich wird, geben Sie Leitplanken statt Drehbücher: Fakten, die stimmen müssen, Tabuthemen, einen kurzen Stimmen-Leitfaden und die Freiheit, in eigenen Worten zu schreiben.

Sie kennen diesen Post. Jemand aus dem Team teilt die Neuigkeit des Unternehmens im exakten Wortlaut der Pressemitteilung, setzt ein Pokal-Emoji dazu und markiert die Geschäftsführung. Alle scrollen weiter. Ein Corporate Influencer scheitert genau hier, und zwar daran, dass der Post nicht nach einem Menschen klingt.

Was ein Corporate Influencer ist

Ein Corporate Influencer ist eine mitarbeitende Person, die regelmäßig über ihre Arbeit, ihr Fachgebiet und ihre Erfahrung postet, mit Unterstützung des Unternehmens. Das Unternehmen gewinnt Reichweite und Glaubwürdigkeit. Die Person gewinnt Sichtbarkeit. Von erzwungenen Posts profitiert niemand.

Das Wort Influencer führt in die Irre. Es geht nicht darum, berühmt zu werden. Es geht darum, dass Menschen, die etwas wissen, öffentlich darüber sprechen, in ihrer eigenen Stimme.

Warum Posts von Corporate Influencern Fremdscham auslösen

Die Fremdscham hat meistens drei Ursachen.

Der Text gehört nicht der Person

Ein Text, den das Marketing schreibt und zum Kopieren übergibt, trägt die Stimme des Unternehmens, nicht die der Person. Leser:innen merken das, denn sie wissen, wie ihre Kolleg:innen oder Ansprechpartner:innen sprechen.

Niemand weiß, was erlaubt ist

Ohne klare Regeln sagen Menschen entweder nichts Riskantes und damit gar nichts, oder sie erzählen zu viel. Beides entsteht durch fehlende Leitplanken.

Posten ist eine Aufgabe, keine Gewohnheit

Ist Posten eine Quartalskampagne, fühlt es sich an wie Hausaufgaben. Ist es eine kleine, regelmäßige Gewohnheit, fühlt es sich an wie Teil der Arbeit.

Leitplanken statt Drehbuch

Die Lösung ist keine bessere Vorlage. Es ist ein klarer Rahmen mit Spielraum darin. Wir schlagen drei Teile vor:

  1. Fakten, die stimmen müssen: Produktnamen, Aussagen, Zahlen und alles Rechtliche.

  2. Themen, die tabu sind: unveröffentlichte Pläne, Kundennamen ohne Freigabe, interne Konflikte.

  3. Ein kurzer Stimmen-Leitfaden: wie das Unternehmen klingt, welche Wörter passen, welche nicht.

Innerhalb dieses Rahmens schreiben Menschen, was sie wissen. Ein Support-Mitarbeiter erklärt einen Fehler, den Kund:innen oft machen. Eine Recruiterin beschreibt, wie eine gute Bewerbung aussieht. Das ist konkret, und konkret bleibt im Kopf.

So sieht ein guter Post eines Corporate Influencers aus

Ein guter Post beginnt mit einer konkreten Beobachtung aus dem Arbeitsalltag, nicht mit dem Unternehmen. Er sagt, was die Person gesehen, was sie getan und was sie gelernt hat. Er nutzt ihre gewohnten Wörter. Er endet mit einer Frage oder einer ruhigen Schlusszeile, nicht mit einem Slogan. Vier Sätze reichen. Auf die Länge kommt es nicht an. Ein solcher Post ist leicht zu schreiben, weil das Material schon im Kopf der Person liegt. Es fehlen nur ein Rahmen und ein wenig Ermutigung.

Zwei Stimmen, eine Marke

Mitarbeitende sprechen für sich und für das Unternehmen zugleich. Deshalb denken wir in zwei Ebenen: eine Unternehmensstimme, die alle teilen, und eine persönliche Stimme, die individuell bleibt. Wie laut das im Alltag werden kann, zeigt Ihr Vertrieb ist Ihr lautester Markenkanal. VERA for Business folgt derselben Idee: ein Company Layer für das, was alle teilen, und ein Individual Layer dafür, wie jede Person klingt.

Eine einfache Startroutine

Fangen Sie klein an. Wählen Sie drei Personen, die gern schreiben. Geben Sie ihnen den Rahmen. Bitten Sie jede Person, alle zwei Wochen über etwas zu posten, das sie in diesem Monat gelernt hat. Schauen Sie nach zwei Monaten, was funktioniert hat, und passen Sie den Rahmen an, nicht die Menschen.

Wo KI hilft und wo sie schadet

KI kann helfen, von einem groben Gedanken zu einem sauberen ersten Entwurf zu kommen. Sie schadet, wenn sie den Gedanken ersetzt. Könnte ein Post von jedem stammen, erinnert sich niemand daran. Nutzen Sie KI für Struktur und Formulierung, und bringen Sie die Erfahrung selbst mit. Warum generische Entwürfe entstehen, beschreiben wir in KI ist großartig im Entwerfen. Und schlecht darin zu wissen, was Sie wollen..

Fazit

Corporate Influencer funktionieren, wenn Menschen sich sicher fühlen, nach sich selbst zu klingen. Geben Sie einen Rahmen, kein Drehbuch. Wer in Ihrem Team erklärt seine Arbeit schon gut und braucht nur die Erlaubnis zu posten?

Structure first, intelligence second.

Möchten Sie Leitplanken, die jede Stimme auf Linie halten, ohne sie platt zu machen? Entdecken Sie VERA for Business.

FAQ

Was ist ein Corporate Influencer?

Ein Corporate Influencer ist eine mitarbeitende Person, die mit Unterstützung ihres Arbeitgebers in sozialen Netzwerken, meist auf LinkedIn, über ihre Arbeit und ihr Fachwissen postet.

Wie können Mitarbeitende authentisch für ihr Unternehmen posten?

Geben Sie einen Rahmen aus Fakten, die stimmen müssen, Themen, die tabu sind, und einem kurzen Stimmen-Leitfaden. Innerhalb davon schreiben Mitarbeitende in eigenen Worten über das, was sie wissen.

Sollten Unternehmen Mitarbeitenden fertige Posts geben?

Fertige Posts eignen sich als Anregung oder für Unternehmensnachrichten. Als Hauptweg klingen sie austauschbar. Posts aus eigener Erfahrung sind glaubwürdiger und bleiben besser im Gedächtnis.

Dieser Blogpost wurde mit Unterstützung von KI erstellt

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