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Was ein Brand-Voice-Guide enthalten muss. Sechs Teile, kein Roman.

26. Okt.
4 Min. Lesezeit

Ihr Brand-Voice-Guide wurde für Agenturen und Designer:innen geschrieben. Heute lesen ihn auch Ihr Team und Ihre KI-Tools, und vielen Guides fehlt genau das, was sie dafür brauchen.

Kurzantwort: Ein Brand-Voice-Guide ist ein kurzes Dokument, das beschreibt, wie ein Unternehmen schreibt: Ton, bevorzugte und verbotene Wörter, Satzgewohnheiten, Ansprache und echte Beispiele. Im KI-Zeitalter dient er zusätzlich als klares Briefing, damit Menschen und KI-Tools Ihre Stimme treffen, ohne lange zu raten.

Ein Brand-Voice-Guide ist ein kurzes Dokument, das Menschen und inzwischen auch KI-Tools sagt, wie Ihr Unternehmen schreibt. Das Problem sehen wir in vielen Teams: Den Guide gibt es, aber niemand kann ihn an einem Dienstagnachmittag nutzen, mit leerer Seite und Deadline.

Vielleicht ist Ihrer ein 60-seitiges PDF aus einem Rebranding. Vielleicht sind es zwei Zeilen auf einer Folie: freundlich, professionell, innovativ. Beides scheitert aus demselben Grund. Es beschreibt, wie die Marke gesehen werden will, nicht wie ein Text geschrieben wird.

Was ein Brand-Voice-Guide ist und was nicht

Ein Brand-Voice-Guide beantwortet eine Frage: Wie klingen wir, wenn wir schreiben? Er ist kein Markenhandbuch. Logo, Farben und Mission gehören woandershin. Er ist auch keine Adjektivliste. Adjektive sagen niemandem, welchen Satz er als Nächstes schreiben soll.

Ein brauchbarer Guide ist kurz genug, um in zehn Minuten gelesen zu werden, und konkret genug, um einen Streit über ein Komma, eine Anrede oder eine Überschrift zu beenden.

Die sechs Teile, die ein Brand-Voice-Guide enthalten muss

1. Ton, mit Grenze

Wählen Sie drei Adjektive und geben Sie jedem eine Grenze. Warm, aber nicht plaudernd. Direkt, aber nicht schroff. Selbstbewusst, aber ohne Superlative. Die Grenze leistet die Arbeit. Ohne sie dehnt sich jedes Adjektiv, bis es auf jeden Text passt.

2. Wörter, die wir nutzen, und Wörter, die wir nie nutzen

Sammeln Sie die Begriffe, die in jeden Text gehören, und die, bei denen Sie zusammenzucken. Eine kurze Tabuliste spart mehr Korrekturzeit als jedes Stilkapitel. Warum, haben wir in Ihre Marke braucht eine Tabuwörter-Liste beschrieben.

3. Satzgewohnheiten

Wie lang sind Ihre Sätze? Wie beginnt eine E-Mail? Mit dem Problem oder mit der Begrüßung? Zwei oder drei Gewohnheiten reichen, solange man sie in den Beispielen sieht.

4. Ansprache und Register

Du oder Sie, wir oder ich, Vorname oder Nachname. Das klingt klein. Es ist das Erste, was Leser:innen auffällt, und das Erste, was bricht, wenn fünf Personen für ein Unternehmen schreiben.

5. Beispiele, gute und schlechte

Je ein gutes und ein schlechtes Beispiel pro Kanal: Website, Angebot, LinkedIn, Support-Antwort. Menschen kopieren Beispiele schneller, als sie Regeln befolgen. Das schlechte Beispiel neben dem guten zeigt, wo Ihre Stimme aufhört.

6. Wer was liest

Eine kurze Notiz pro Kanal: Wer liest das, und was will die Person? Eine Finanzchefin, die ein Angebot liest, braucht andere Sätze als ein Student, der Ihren Newsletter liest. Die Stimme bleibt gleich. Die Sätze ändern sich.

Warum KI verändert, was ein Brand-Voice-Guide leisten muss

Eine neue Kollegin kann nachfragen, was Sie mit „professionell“ meinen. Ein KI-Tool kann das nicht. Es nimmt Ihren Guide wörtlich oder gar nicht und füllt jede Lücke mit dem Durchschnitt des Internets. Aus diesem Durchschnitt entstehen austauschbare Texte.

Der Guide braucht deshalb zwei Dinge, die oft fehlen. Erstens Formulierungen, mit denen eine Maschine arbeiten kann: Regeln, Grenzen und Beispiele statt Stimmung. Zweitens eine Form, die Sie in einen Prompt kopieren können. Das haben wir in Ihre Brand Guidelines sind ein System Prompt beschrieben.

Wenn jede Kollegin und jeder Kollege den eigenen Prompt schreibt, entstehen so viele Stimmen wie Kolleg:innen. Darum ging es in ChatGPT im Team.

Ein Zehn-Minuten-Test für Ihren Brand-Voice-Guide

Nehmen Sie Ihren Guide und eine echte Aufgabe, zum Beispiel die Antwort an eine Kundin. Kopieren Sie beides in ein KI-Tool und lassen Sie einen Entwurf schreiben. Prüfen Sie dann drei Dinge:

  • Kommen Wörter aus Ihrer Liste der bevorzugten Begriffe vor?

  • Steht etwas von Ihrer Tabuliste im Text?

  • Würde ein Kollege den Entwurf ohne Logo als Ihren erkennen?

Wenn zweimal die Antwort Nein lautet, liegt es am Guide, nicht am Tool. Bessern Sie zuerst den Guide nach. Erst die Struktur, dann die Intelligenz.

Ein Guide für das Unternehmen, eine Stimme pro Person

Ein Guide für das Unternehmen ist nur die halbe Arbeit. Menschen klingen unterschiedlich, und das sollen sie auch. In VERA for Business hält der Company Layer die gemeinsame Stimme fest: Ton, Wörter, Beispiele. Der Individual Layer hält fest, wie jede Person innerhalb dieser Grenzen klingt. Das ist der Unterschied zwischen konsistent und uniform.

Fazit

Ein Brand-Voice-Guide hat seinen Platz verdient, wenn jemand an einem schlechten Tag damit schreiben kann. Halten Sie ihn kurz, machen Sie ihn konkret und testen Sie ihn mit dem Tool, das Ihr Team ohnehin nutzt. Ein Guide, den niemand anwenden kann, ist nur ein schönes PDF. Schreiben Sie Ihren so, dass eine fremde Person ihn befolgen könnte.

Sie möchten sehen, wie VERA for Business Ihre Stimme für Menschen und KI-Tools nutzbar macht? Schauen Sie sich VERA for Business an.

FAQ

Was ist ein Brand-Voice-Guide?

Ein Brand-Voice-Guide ist ein kurzes Dokument, das beschreibt, wie ein Unternehmen schreibt. Es umfasst Ton, bevorzugte und verbotene Wörter, Satzgewohnheiten, Ansprache und Beispiele, damit jeder Text nach demselben Unternehmen klingt.

Wie lang sollte ein Brand-Voice-Guide sein?

Kurz genug, um in zehn Minuten gelesen zu werden. Für die meisten Teams heißt das: einige Seiten mit konkreten Regeln und Beispielen, kein vollständiges Markenhandbuch. Wenn ihn im Arbeitsalltag niemand öffnet, ist er zu lang oder zu vage.

Kann ich meinen Brand-Voice-Guide mit ChatGPT nutzen?

Ja, wenn er aus konkreten Regeln und Beispielen besteht. Kopieren Sie ihn in Ihren Prompt oder in eine Projektanweisung und lassen Sie einen Entwurf schreiben. Klingt der Entwurf nicht nach Ihnen, braucht der Guide klarere Grenzen, nicht das Tool.

Dieser Blogpost wurde mit Unterstützung von KI erstellt

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